DDR Wachturm

in der Erna-Berger-Straße

  • DDR Wachturm in der Erna-Berger-Straße

In der Nähe des Potsdamer Platzes und des Leipziger Platzes finden geschichtsinteressierte Besucher ein besonderes Relikt aus vergangenen Zeiten: den letzten erhaltenen Original-DDR-Wachturm des Typs BT6, von dem die DDR-Soldaten einst die innerdeutsche Grenze überwachten und nach Republikflüchtlingen Ausschau hielten. Ein wenig versteckt liegt der sogenannte „Rundblickbeobachtungsturm" in der in der Erna-Berger-Straße. Über zwei innen liegende, eiserne Leitern können Sie den unten runden und oben achteckigen Betonturm bis auf Höhe der Baumwipfel besteigen. Oben angekommen blicken Sie durch kleine Fensterluken auf das ehemalige Grenzgebiet mitten in Berlin.

Mauertürme mit Rundumblick

Der Original-DDR-Wachturm (in der Erna-Berger-Straße) ist der letzte erhaltene Mauergrenzturm dieser Bauart in Berlin und wurde 1971 an dieser Stelle errichtet. Von hier aus wurde das Gebiet rund um das „Haus der Ministerien“ und der Grenzstreifen überwacht. Der pilzförmige, achteckige Wachturm mit Sichtluken und Schießscharten des Typs BT 6 wurde ab 1966 erbaut. Mehr als 200 solcher Türme standen entlang der innerdeutschen Grenze in Berlin gegen Ende der DDR-Ära. Die Ausstattung der Türme war spärlich: Neben unbequemen Sitzgelegenheiten gehörten eine Luftfilteranlage, diverses Kartenmaterial, ein Dienstbuch, Signalmittel und Waffenständer zum Inventar. Eine Fernmeldestandleitung garantierte die Verbindung zum Grenzmeldenetz und für Notfälle gab es eine Rettungsausrüstung und eine Abseilhilfe. Auf dem Dach befand sich ein schwenkbarer Suchscheinwerfer, der über eine Fernbedienung gesteuert werden konnte.

Aus der Sicht der Grenzsoldaten

Die Arbeitsbedingungen im Beobachtungsturm – dem sogenannten „B-Turm" – waren hart. Der Turm war rund um die Uhr mit zwei Soldaten besetzt; sie bildeten die sogenannte „Alarmgruppe". Jede Schicht in der engen Turmkanzel dauerte acht Stunden. Wegen mangelnder Standfestigkeit wurde der Turm 1972 umgebaut und die beengte Kanzel durch etwas geräumigere achteckige Räume ersetzt. Geblieben sind die unheimliche Atmosphäre und der bedrückende Ausblick auf das ehemalige Niemandsland. 2001 wurde der Mauerturm als letzter seiner Art unter Denkmalschutz gestellt. Durch eine private Initiative wird der Turm seit 2012 instand gehalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel ist, das Bewusstsein der Besucher für die Gegebenheiten an der der innerdeutschen Grenze zu DDR-Zeiten zu schärfen und ein Stück deutscher Geschichte zu erhalten. Freiwillige Helfer gewähren heute drei bis vier Besuchern gleichzeitig den Zutritt zur Aussichtskanzel, in der sie den Blickwinkel eines ehemaligen DDR-Grenzsoldaten einnehmen können.

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